Kritiken

nmz

Otello

Roland H. Dippel  18.09.17

…Bei den beiden anderen ist der musikdramatische Wandlungs- und Gestaltungsreichtum phänomenal. Ulf Paulsen baut seinen zu Ray M. Wade, jr. kontrastierenden gleißenden Höhenkern aus der Mittellage auf und hat eine derart perfekte Diktion, dass er bei aller Wortschärfe kein einziges Mal vom Kantabile in deklamierendes Parlando wechseln muss. Ein Jago, der „singt und nur singt,“ wie Verdi (…) fordert.

Leipziger Volkszeitung

Der fliegende Holländer

Roland H. Dippel  12.10.16

Ulf Paulsen hat im „Holländer“ eine Glanzpartie erobert, der er nichts schuldig bleibt. Auch ihm geht es um viel mehr als große Ausbrüche und kerniges Melos. Überall, vor allem in den Crescendi am Ende des Monologs und in seiner Anrede an Senta hat er das volle Farben- und hier noch wichtigere Schattenreservoir. Die fahlen Linien gehen auf langem Atem durch und durch. Dadurch wird er ganz und gar zum traurigen, bleichen, düsteren Außenseiter. Dieser „fliegende Holländer“ in Dessau wird sicher zum Dauererfolg,(…)

Opernnetz

Sitten und Unsitten am Theater

Herbert Henning  28.09.15

Ulf Paulsen ist in einem sündhaft roten Kleid eine Augenweide und […] spielt und singt diese Mamma als Bassbariton mit Schlagfertigkeit und viel Körpereinsatz so überzeugend, dass man aus dem Staunen nicht herauskommt.

Mitteldeutsche Zeitung

Sitten und Unsitten am Theater

Joachim Lange  28.09.15

Er [Ulf Paulsen] ist per se stimmlich und darstellerisch der Mittelpunkt. Seine hingestöckelten, rausgedonnerten, gebrummten, ja sogar gejodelten Auftritte (u. a. bei einer bejubelten Rossini-Parodie) lohnen allein schon den Abend.

Südthüringen.de

Ring des Nibelungen

Joachim Lange  06.07.15

Was die Qualität und Konkurrenzfähigkeit dieses Nibelungen-Schmuckstücks betrifft, da bedarf es keines Lokal- oder Solidaritätsbonus. Wer hat schon ein so ringkompatibles Hausensemble wie Dessau: mit einem Wotan wie Ulf Paulsen, der einen Premium-Wanderer als Höhepunkt hinlegt

Das Opernglas

Das Rheingold

S. Barnstorf  30.01.15

Ihre Stärke bezieht die Inszenierung aus den Stellen, wo augenzwinkernd ernst (aber nie verballhornend) die Protagonisten interagieren, und wo der Filmfan Bücker Filmzitate und -figuren einbaut. Geschauspielert wird viel in Dessau, und daran hat vor allem Ulf Paulsen als Wotan einen großen Anteil: Mit ungeheurer Witzigkeit und Vielseitigkeit gelingt ihm eine grandiose Studie des Göttervaters

Opernwelt

Die Walküre

Boris Kehrmann  01.11.14

Wotan ist in der Dessauer «Walküre» ein Hollywood-Tycoon, der in seiner Firmenzentrale hoch überm nächtlichen Lichtermeer von L. A. den Generationenwechsel vorbereitet.

Am Ende kriegt der urkomisch tricksende, seinen altersbedingten Ruhestand immer wieder hinauszögernde Studio-Patriarch doch noch die Kurve. Ulf Paulsen legt nach allerlei gelungenem Jux einen tief bewegenden Abschied auf die Bretter – und Tochter Brünnhilde auf den schicken Art-Nouveau-Tresen, der sich in den aus «Siegfried» (siehe OW 5/2013) bekannten Magic- Cube-Walkürenfelsen verwandelt.

Umjubelter Star des Abends war Ulf Paulsen, der sich gegenüber seinem Wanderer von 2013 atemraubend entwickelt hat. In toto (…) investiert Paulsen so viel Witz, Fantasie und allerpersönlichstes Herzblut in die mörderisch lange Partie, dass man bereichert nach Hause fährt.

neues deutschland

Wotan im Anhaltischen Theater Dessau

Roberto Becker  30.09.14

Mit dem zweiten Aufzug, wenn Ulf Paulsen seinen Wotan als Filmboss in Hollywood mit komödiantischem Furor und imponierender Stimmgewalt ausstattet (…) , ist die szenische »Ring«-Welt in Dessau wieder in Ordnung.

Leipziger Volkszeitung

Wotan im ATD

Peter Korfmacher  29.09.14

Die vokalen Glanzlichter setzen Ulf Paulsen und Iordanka Derilova (…) beide machen Wagners herrliche Partitur ebenso wie momentweise Bückers nicht so herrliche Inszenierung zum Vehikel für all die Emotionen, die das ausweglose Verhängnis dieser Geschichte freisetzt. Dafür kassieren sie und das Orchester am Ende den ausführlichsten Jubel.

NMZ

Wotan im Anhaltischen Theater Dessau

Joachim Lange  28.09.14

Doch dann startet die Inszenierung durch. Der eigentlich viel schwierigere zweite Akt packt von Anfang an. Wird ein Fest zum Hören, Schauen und Nachdenken! Denn auf hohem Podest mit knallroten Schalenstühlen und einem nächtlich funkelndem Metropolen-Panorama im Hintergrund residiert Wotan. Ein Logenplatz zum Beobachten der Welt. Ulf Paulsen stellt mit seinem beträchtlichen komödiantischen Talent und einer seiner besten stimmlichen Leistungen einen Wotan auf die Bühne, dem man gerne so gebannt zuhört wie zusieht: Wenn er mit seinen Allmachtsphantasien immer mehr ins Rutschen kommt, nicht nur seine Frau Fricka sondern mit ihr gleich noch die bestehende Ordnung austricksen will, sich in Widersprüche verstrickt und daran leidet. Der oberste Gott im Stück als der eigentliche Mensch. Das ist eine Glanzleistung bei der Paulsen sich kein bisschen schont und doch noch genügen Kraft fürs Finale behält.

Mitteldeutsche Zeitung

„Liebesverbot“ Landesbühne Sachsen

Kathrin Labitzke  29.01.14

Auf der anderen Seite verfällt der gleiche und strenge Statthalter Friedrich, brillant gesungen von Ulf Paulsen, der Schwester Claudios, Novizin Isabella (dargestellt von Stephanie Krone). Mit einem geschickten Plan setzt die Novizin ihren erotischen und fraulichen Charme ein, weckt im Statthalter leidenschaftliche Lust, um so ihren Bruder vor dem Tod zu retten. In zwei Akten und mit wechselnden Bühnenbildern gelang es den Sängern und Sängerinnen der Landesbühne Sachsen, mit ausdrucksstarken Solostimmen im Besonderen von Novizin Isabella und dem Statthalter Friedrich das Publikum in diese Zeit zu versetzen.

Fürther Nachrichten

Méphistophélès in Gounods Faust am Stadttheater Fürth

Günter Greb  14.06.13

Glänzend besetzt waren die Hauptrollen der Oper, allen voran Ulf Paulsen als Mephisto, ein Sängerdarsteller par excellence. Sein Bassbariton klingt in der Tiefe rabenschwarz und hat in der Höhe das Timbre eines Heldenbaritons. Und er versteht es überzeugend, mit seiner Mimik den Fiesling zu spielen, wenn er ins Weihwasserbecken spuckt, Rotwein „pinkelt“, die Soldaten kaltblütig ummäht und beim Duell Faust-Valentin seine teuflische Macht skrupellos einsetzt. Beim „Rondo vom Goldenen Kalb“ und der Serenade für Margarete setzt er seine stimmlichen Mittel grandios ein.

Operapoint

Wanderer im Dessauer Ring

Oliver Hohlbach  21.04.13

Den Auftritt von Ulf Paulsen als Wanderer kann man durchaus als sensationelle Entdeckung feiern. (…) Musikalisch ist der Abend schon wegen des Debüts von Ulf Paulsen als Wanderer ein Erlebnis, auch die Interpretation von Antony Hermus setzt Akzente.

Der Landbote

Méphistophélès in Gounods Faust am Theater der Stadt Winterthur

Walter Labhart  29.09.12

Die Sehnsucht nach wahren Gefühlen und der Zynismus der modernen Gesellschaft- diese Sicht des Faust- Stoffes lies den Pariser Méphistophélès zur schillernden Figur eines mondänen Teufels werden, und Ulf Paulsen hat für ihn die stimmliche Palette, auf der neben dem pechschwarzen Ton fürs Diabolische auch die sonore und spielerische Nonchalance fürs Weltmännische vorkommt. Vom Kavalier bis zum quasi nackten roten Teufel und schwarz geflügelten Luzifer zeigt sich Méphistophélès in dieser Inszenierung…

Opernglas

Gunther Götterdämmerung Dessau 2012

S. Barnstorf  02.07.12

Gunther zögert und zaudert. In caesarenhafter Stellung und napoleonischer Handhaltung sprechen seine Hände für sein Unverständnis und verdeutlichen so Unsicherheit und Wankelmütigkeit. Zu einer tragenden Säule geriet die Figur, weil sie von Ulf Paulsen als langjährigem Ensemblemitglied des Anhaltischen Theaters neben der schauspielerischen Höchstleistung mit einer stimmlichen Präsenz mit klarem, direkt ansprechendem Bariton interpretiert wurde. Eine Darbietung, die mit kraftvoller Intonation und klugen Schattierungen Punkten konnte.

Operapoint

„Lohengrin“ am ATD

Oliver Hohlbach  23.11.09

Ulf Paulsen ist der Bariton des Hauses, der die schwierige Rolle des Telramund ohne jede Anstrengung meistert und die Figur des Demagogen nicht nur stimmlich überwältigend verkörpert.

Mitteldeutsche Zeitung

„Lohengrin“ am Anhaltischen Theater Dessau

Andreas Hillger  04.10.09

…So kann, so muss es weitergehen im „Bayreuth des Nordens“. Dafür steht zudem ein Solisten – Ensemble, in dem Ulf Paulsen als sinistrer Machtmensch Telramund sowie Iordanka Derilova als furiose First Lady Ortrud mit starken Stimmen und scharf konturierten Charakteren für Qualität sorgen.…

Mitteldeutsche Zeitung

„Elektra“ im Anhaltischen Theater Dessau

Andreas Hillger  11.05.09

…Die Schlüsselszene dieser Oper, deren Crux ja in der Reflexion einer unsichtbaren Handlung besteht, liefert jedoch der Auftritt des Orest, den Ulf Paulsen mit natürlicher Würde und Kraft begabt.…

Mitteldeutsche Zeitung

Hofkonzert der Anhaltischen Philharmonie in Wittenberg

Ute van der Sanden  03.07.08

…Bevor jedoch die Gesangssolisten im Pathos schwelgten, ließ Golo Berg das Vorspiel zu Gioachino Rossinis Oper „Semiramis“ in feiner italienischer Ouvertürenmanier von der Bühne hüpfen: elastisch musiziert, mit grandiosem Hörnersound und erbaulichem Sotto-voce-Ton in den Streichern. Worauf sich ein Feuersturm aus Belcanto-Arien erhob.

Sabine Noack war als furiengleiche Leonora in Donizettis „La favorite“ zu erleben, Ulf Paulsen als düster-bewegender Michele in Puccinis „Mantel“. Ob „Macbeth“ oder „Rigoletto“, Leoncavallo oder Ponchielli: bei solcher Dramatik vermisste niemand Kulissen.…

Lausitzer Rundschau

„Salome“ am Staatstheater Cottbus

Irene Constantin  16.06.08

…Ulf Paulsen hat wahrlich eine Stimme, die das Cottbuser Opernhaus erzittern läßt.…